Home is where the server is – Der Blog von KommanichtPunkt zieht um!!!

Hervorgehoben

Freunde,

endlich ist es so weit: Mit dem Erstellen der finalen Internetseite im neuen Gewand (!) wandert auch dieser Blog in Richtung der Domain, für den er angefangen wurde. Ab sofort werden also alle neuen Blogeinträge nur noch unter www.kommanichtpunkt.de zu finden sein. Selbstverständlich ziehen auch die Artikel um, sodass alle wichtigen Einträge ebenfalls dort zu finden sein werden.

Bye WordPress, hallo KommanichtPunkt.Um Verwirrungen zu vermeiden, werde ich diese alte und irgendwie auch liebgewonnene Blogseite zwar behalten, aber weitestgehend stilllegen. Die alten Artikel bleiben ebenfalls hier, was aber eher praktische Gründe hat: Weil ich ja auch bei der ein oder anderen Blogparade aktiv war, möchte ich die alten Backlinks nicht einfach killen, bzw. meinen Freunden aus der Blogparade nicht unnötig mehr Arbeit machen.

Genug gesagt, jetzt wird gehandelt. Schaut also doch schon mal bei www.kommanichtpunkt.de vorbei und macht es Euch dort gemütlich. Der RSS-Feed, sowie alle anderen Lese- und Folgemöglichkeiten werden nämlich ebenfalls umziehen.

Bis gleich!

Menschlichkeit + Geradlinigkeit = Führungskraft, oder: wie’s in den Wald hineinschallt…

Liebe Leserschaft,

in der letzten Zeit werde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert, wie wichtig eigentlich die individuelle Leistung eines Mitarbeiters (oder in meinem Fall: eines freiberuflichen Konzeptioners, Texters und Brainstormers) für ein Unternehmen ist, bzw. welchen Unterschied ein motivierter und lernbereiter Mitarbeiter für sein Unternehmen langfristig machen kann. Und da sich die aktuelle Blogparade der netmedianer den Führungskräften der Zukunft widmet (und dies somit mein zweiter Blogparaden-Beitrag generell sein wird), schlage ich nur zu gerne eine Brücke zu diesen Fragen und setze mich hier damit auseinander, ohne zu sehr in Richtung “Zukunft” zu gehen – immerhin hat diese ja bereits angefangen. Also: Welchen Unterschied macht die Einzelleistung einer Führungskraft für ein Unternehmen?

Ich möchte an dieser Stelle etwas grundlegendes vorweg nehmen, was man nur zu oft aus den Augen verliert: bei Führungskräften, Mitarbeitern, Vorgesetzten, Vorstandmitgliedern und Unternehmensführung reden wir immer von Titeln, Qualifikationen oder Machtpositionen, aber fast nie von Menschen. Letztlich sind es jedoch immer die Menschen, die ein Unternehmen als “Interessengemeinschaft”(*) definieren und tragen. Menschliche Bedürfnisse wie Sicherheit, Fairness, Um- bzw. Weitsicht oder Zuverlässigkeit sind Bedürfnisse, die sich jeder Mensch in allen Aspekten seines Lebens wünscht – warum also nicht auch (oder gerade) in der Arbeitswelt? Als Führungskraft sind dies die Werte, die man gegenüber seinen Mitarbeitern leben sollte; nicht (nur), weil es das Unternehmen vorschreibt, sondern weil man es sich von seinem eigenen Vorgesetzten ebenfalls so wünschen würde. Es hilft ungemein, wenn man selbst mal weisungsbefolgend war und so erkennt, was die Bedürfnisse der Mitarbeiter sind, um zu erkennen, wie man mit ihnen umgehen sollte. Wer seine Mitarbeiter fair behandelt, seinen Worten Taten folgen lässt, keine Unterschiede in Sachen Wertschätzung macht und sich menschlich und verständnisvoll verhält, hat bereits die halbe Miete zur guten Führungskraft. Boni oder Belohnungen im Rahmen von Sonder- oder Zusatzaufgaben funktionieren in diesem Zusammenhang meines Erachtens nach nur bedingt und sind eher etwas wie zusätzliche, aber niemals primäre Motivation, um ein ganzes Team zu motivieren.

In einem detaillierten, optimalen Szenario bedeutet das, dass Führungskräfte im Rahmen ihrer Tätigkeit sowohl fachliche Kompetenzen als auch sozialen Talente ihrer Mitarbeiter richtig einschätzen und für alle Beteiligten gewinnbringend einsetzen, bzw. koordinieren. Dennoch sollten sie den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens geradlinig verfolgen und sich ihr Team so zusammenstellen, dass Ideologie und Charakter zum Team passen. Zusätzlich erkennen und definieren wirklich gute Führungskräfte die Bedürfnisse des Teams, bzw. stellen sich ihr Team so zusammen, dass sich fachliche Kompetenzen ergänzen, während der menschliche, gemeinschaftliche Zusammenhalt des Teams durch die gemeinsame Aufgabe gestärkt wird. Ach ja, und klare Verhältnisse schaffen sie auch noch, wenn es um die Aufgabenverteilung anhand von Kernkompetenzen geht. Klingt nach einem Theorie-Masterplan, oder? Klar. Theorie eben. Knackpunkt ist, dass man dies nur durch Erfahrung lernen kann und nicht, in dem man Bücher liest oder einen VHS-Kurs besucht. Auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter individuell einzugehen, ohne das Unternehmensinteresse und die Interessen der anderen Mitarbeiter außer Acht zu lassen, ist eine große Kunst, die man nur bedingt erlernen kann. Ich gehe sogar so weit zu behaupten, dass man über die Arbeit hinaus ein sensibles Gespür für Menschen und hohe soziale Kompetenz haben muss, um sich in diesem vermeintlichen Haifischbecken erfolgreich aufhalten zu können.

Bei aller Theorie möchte ich an dieser Stelle ein praktisches Beispiel bringen, um zu untermauern, dass für mich “Menschlichkeit und Geradlinigkeit” als Führungsstil wirklich funktionieren. Zugegebenermaßen entbehrt dieses Beispiel jeglicher Objektivität. Dennoch hoffe ich, dass Sie nachvollziehen können, warum ich es für diesen Beitrag gewählt habe:

In meiner sehr abwechslungsreichen Berufslaufbahn hatte ich einige Vorgesetzte, die ich auf den Mond hätte schießen wollen. Sie dachten wohl im Sinne des Unternehmens, erkannten aber trotz diverser Mitarbeitergespräche nicht die Unzufriedenheit der Mitarbeiter, bzw. taten diese als Begleiterscheinungen ab und hielten sich somit selbst den Rücken frei. Dies ist absolut nachvollziehbar, standen diese Chefs teilweise unter enormen Druck von “oben”, bzw. wussten sich nicht anders zu helfen, als den Druck nach unten abzugeben. Dennoch gab es in einem Metallverarbeitungsunternehmen eine Führungskraft (nennen wir ihn “Herr Becker”), die es verstand, seine Mitarbeiter im unternehmerischen Sinne zu motivieren und dennoch einen großen Teil Menschlichkeit in das Arbeitsverhältnis einfließen zu lassen.

Herr Becker vermittelte seinen Mitarbeitern das Gefühl, nicht nur “einer von vielen”, sondern durch den persönlichen Einsatz innerhalb seines Teams wichtig für den Erfolg des Unternehmens zu sein, ohne besonders hervorgehoben werden zu müssen. Er legte großen Wert auf “seine Leute” und war für sie da, ohne sie dabei sprichwörtlich in Watte zu packen und hatte stets ein offenes Ohr, wenn es um persönliche Belange ging. Natürlich stauchte er sein Team auch zusammen, wenn es nicht den klaren Vorgaben entsprechend arbeitete oder es sich hängen ließ. Herr Becker machte sich für seine Leute stark bzw. verteidigte es vor seinen Vorgesetzten, wenn Kompetenz oder Arbeit in Frage gestellt wurden. Aufgrund seiner hohen fachlichen und sozialen Kompetenz und seiner Persönlichkeit war er geradlinig und direkt, aber stets fair und korrekt. Er war gefühlt “einer von uns”, ohne dabei auch nur den leisesten Zweifel daran zu lassen, dass er sehr wohl der Chef ist, nach dessen Pfeife das Team zu tanzen hatte – auch, wenn es mal unangenehm wurde. Wie Sie sich vorstellen können, machten diese Attribute Herrn Becker bei seinen Mitarbeitern entsprechend beliebt (und bei seinen Vorgesetzten gefürchtet), wenngleich beide Seiten ihn respektierten. Seine Mitarbeiter und Kollegen wussten eben, dass er auch absolut anders kann, wenn er das will – weitsichtig, wie er war, wollte er eben nur nicht.

Warum ich das alles schreibe? Weil das Interessante an der Sache die Tatsache war, dass der eigentliche Arbeitsinhalt völlig egal war und man trotzdem gerne zur Arbeit ging. Erfüllende Tätigkeit? Fehlanzeige. Im Gegenteil: es war (zumindest in meinem Fall) eher eine Helfer-Tätigkeit, die recht stupide war und mich im Prinzip sogar unterforderte; weder eine Arbeit, die man sich als Hobby aussuchen würde, noch etwas, was man mit großer persönlicher Genugtuung getan hätte. Als Mitarbeiter von Herrn Becker hatte man trotzdem die Chance, die eigenen Talente an der richtigen Stelle ausspielen, um sich damit für größere Aufgaben zu empfehlen. Und die bekam man auch, wenn man gut war. Mehr “Belohnung” brauchte es nicht. Letztlich war es nicht die Arbeit, die toll war, sondern eher die Erkenntnis, wertgeschätzt und gefordert / gefördert zu werden. Gerade deshalb mochte ich es sehr, für Herrn Becker zu arbeiten. Und wer das schafft, ist eine gute Führungskraft. Oder würden Sie sich acht Stunden täglich für schlechtes Gehalt für eine unterfordernde Arbeit irgendwo hinstellen und hätten danach sogar noch Lust auf Überstunden? Eben. Das war nicht Verdienst des Unternehmens, sondern von Herrn Becker. Dass dies jedoch für das Unternehmen mehr als gut war, können Sie sich vorstellen.

In meiner jetzigen Tätigkeit als freiberuflicher Dienstleister habe ich sehr viel dieser damaligen Arbeitseinstellung mit einfließen lassen: Wenn ich Zusagen mache, sind diese verbindlich (also: Zuverlässigkeit und Sicherheit). Im Rahmen der mir vom Kunden zugeteilten Kompetenz treffe ich Entscheidungen immer im Sinne des Kunden, ohne dabei die Interessen etwaiger Lieferanten wie Designern oder Entwicklern zu vernachlässigen. Dabei bin ich entweder ein kompromisslos harter Hund oder eine helfende Hand, aber immer fair. Und da ich in dieser Situation sowohl Auftragnehmer (also: Mitarbeiter), als auch Auftraggeber (also: Vorgesetzter) bin, brauche ich meinen eigenen Stil und meine eigene Form von Begeisterungsfähigkeit, um über all die Interessen der anderen Parteien hinaus meine eigenen Interessen und den Anspruch an meine Arbeit beizubehalten. Wenn das der Herr Becker lesen würde, wäre er bestimmt stolz auf mich (wüsste aber, dass ich das noch besser kann – so isser halt, der Herr Becker).

Zusammenfassend und abschließend möchte ich wieder zu dem zurückkehren, was ich eingangs schon hervorhob:
Die Einzelleistung einer Führungskraft in einem Unternehmen hat unmittelbare Auswirkungen auf den Erfolg des Unternehmens, was sowohl in die positive, als auch in die negative Richtung gehen kann. Je größer die Verantwortung der Führungskraft ist, umso mehr sind menschliche Werte wichtig für den Umgang mit Mitarbeitern und Vorgesetzten. Mit menschlichen Werten und korrektem Führungsstil erarbeitet man sich den Respekt seiner Mitarbeiter, durch welchen man neben der wichtigen fachlichen Qualifikation den Charakter der eigenen Arbeit und auch den Charakter des Unternehmens untermauert. Und Charakter ist das, was ein Unternehmen eben nicht nur kurzfristig, sondern auch langfristig erfolgreich machen wird.

Neben meinem Beitrag gibt es natürlich noch diverse andere Beiträge der Blogparade, die sich mit dem Thema sicherlich völlig anders auseinandersetzen. Gespannt auf diese Beiträge beschließe ich diesen Beitrag so förmlich, wie ich ihn begonnen hatte und bedanke mich für’s Lesen – empfehlen Sie mich weiter! :D
(*) Das Wort “Interessengemeinschaft” war hier übrigens bewusst gewählt. Im Prinzip gründet man oder arbeitet in einem Unternehmen aus dem Interesse heraus, vom wirtschaftlichen Ertrag leben zu können. Und so seltsam es sein mag: Unternehmen unterscheiden sich oftmals dadurch, dass dieses Grundinteresse entweder den kleinsten gemeinsamen Nenner oder auch den größten gemeinsamen Teiler der Mitarbeiterinteressen darstellt.

Schlimm ist nur, wenn nichts passiert. Aber es passiert ja was. Vieles sogar.

Herrschaften,

Ich weiß nicht, wann genau ich den letzten Blogpost geschrieben habe – gefühlt müssten das Ewigkeiten her sein. In der Zwischenzeit ist (wie eigentlich immer) viel passiert und ich kann nicht mal alles zusammenfassen. Nee, Moment: Ich KANN schon; ich WILL nur nicht (gemäß dem all zeit zutreffenden Satz: “‘Ich kann nicht’ wohnt in der ‘Ich will nicht’-Straße.”). Trotzdem wollte ich Euch wissen lassen, dass ich gerade an Kreativität kaum zu übertreffen bin. Ist doch nett, oder?

Euer Besuch soll jedoch nicht umsonst gewesen sein. Irgend ‘nen Mehrwert habe ich gesucht und auch gefunden und präsentiere diesen an dieser Stelle mit einem breiten Grinsen und einem “Seht Ihr? Es ist Freitag! GEIL, wa?!” ein paar meiner überwiegend privaten Lieblingsinhalte, die Ihr auch allesamt sehen könnt, wenn Ihr mir bei Instagram oder Flickr (selbstverständlich jeweils “kommanichtpunkt”) folgt:

Der Monty.

Der Monty-Kater ist schon ein cooler Hund.

Bald.

Freut Euch drauf - hier sieht's bald genau SO aus!

Klassiker.

Was hab ich gelacht!

Cleo

Die Cleo mit Maus. Nein, sie zwinkert nicht. Sie kann nur so gucken.

Blackout Saarlouis

Schön isses da. Nicht nur Freitags. Aber besonders Freitags.

E-Werk Saarbrücken

Wenn ich mal nicht eben alltägliches fotografiere, mach ich auch gerne mal so was...

Road.

Immer gerade aus ist auch langweilig. Aber hier war's ganz schön.

Macbook

Mein treuer Begleiter. Wir sehen uns täglich.

Serviette

Motiver-Serviette ftw!

Ben & Jerry's

Ich ess das ja nur, weil mein Name drauf steht...

Paula

Liebe 1/2.

Ibanez.

Liebe 2/2.

Cleo und Monty

Geschwister. Die beiden sind einfach toll. Tolltoll.

Batman-Kekse

Wurfgeschosse, die zurückkommen. Wenn sie nicht vorher mit dem Mund gefangen werden, übernehme ich das.

Kassette

Jaja. Damals. Als MP3 nur zwei Buchstaben und eine Zahl waren, die keiner kannte...

Schnatz

Abschließend: ich. In Anzug. Ungewöhnlich. Aber irgendwie auch Rock'nRoll. Ich trug übrigens Vans drunter...

In diesem Sinne: Euch ein schönes Wochenende und viel… ähm… Dings.

“Denken” als Handwerk.

Herrschaften,

es ist eine kleine Weile her, seit dem ich das letzte Mal gebloggt habe. Abgesehen von den Osterfeiertagen war wieder mal Arbeiten angesagt. Und was macht man, wenn man so richtig schön am “Rennen” ist? Weiterrennen. Oder auslaufen, langsamer werden, sich auch mal umdrehen und schauen, wie weit man schon gekommen ist. Genau das tue ich hiermit.

Die letzten Wochen waren von sehr vielen tollen Begegnungen geprägt, die allesamt unmittelbar mit meiner (frei-)beruflichen Zukunft zu tun haben. Und bei aller Dankbarkeit darüber möchte ich dennoch nicht außer Acht lassen, wie wichtig die Grundlage für die Begegnungen ist: als Freiberufler arbeitet man in der Tat IMMER. Das mag auf Außenstehende gar nicht so wirken, weil man ja im Gegensatz zu einem Handwerker am Ende der Arbeit kein “Werkstück” in der Hand hält. Mein Handwerk ist “Denken”. Und “Fühlen”. Und dann “Schreiben, damit andere fühlen”. Das kann man (vorerst) nicht anfassen; trotzdem ist es nicht weniger wert als das Werkstück eines Handwerkers.

Die Headline ist übrigens bewusst gewählt. Viele Menschen haben schlichtweg kein Gefühl dafür, das die individuellen Synapsenverknüpfungen im Gehirn eines Kreativen eben etwas sehr einzigartiges sind. “Ideen haben ist einfach.” – nein, ist es nicht. Denn wer schon mal versucht hat, auf Knopfdruck etwas großartiges zu machen, wird merken, dass “großartig” selten schnell geht. Die Fantastischen Vier haben da absolut Recht: “Es könnt’ alles so einfach sein – isses aber nicht.”. Oder “Jeder würd’ es machen, wenn es einfach wär’.”

Gerade jetzt kam mir der Gedanke, es heute etwas kürzer zu halten, als sonst. Es ist ja auch nicht so, als müsste ich nicht doch noch ein wenig rennen, damit ich mein Tagesziel heute erreiche. Und genau das mach ich jetzt: Weiterrennen.

In diesem Sinne…

“Wussten Sie eigentlich, dass ich Hausbesuche mache?”

Herrschaften,

meine Texterei ist gerade ganz groß. Oder sagen wir: sie ist gefragt. Nicht zuletzt darf ich mittlerweile als Fremdautor in Sachen Kreativität und Motivation für Blogs fungieren, die über die Grenzen Deutschlands hinaus wahrgenommen und gewürdigt werden (auch im Rahmen meines privaten und eher lyrischen Zweitblogs, von dem Ihr nix wisst; mehr dazu vielleicht an anderer Stelle). Außerdem werde ich generell gerne als Wortfindungsmann eingesetzt. Und nebenher ist da ja auch immer noch die Umsetzung meiner Internet-Seite (bald gibt’s was zu sehen!). Aaaaaber: ich bekomme ja den Hals nicht voll. Und darum kann man mich ab jetzt wieder buchen! Da ich kürzlich darauf angesprochen wurde, wie ich meinen Job einem Vorschüler erklären würde, beschreibe ich dieses Buchen jetzt mal in genau diesem Stil – man möge mir den Unterton nachsehen.

(Die folgenden Zeilen sind im “Sendung mit der Maus”-Ton zu lesen und ausschließlich inhaltlich, jedoch nicht förmlich ernst zu nehmen!)

“Buchen?!? Was machst Du eigentlich konkret?! Wie muss ich mir das vorstellen? Und wie geht das mit dem Buchen überhaupt?”

Schön, dass Du fragst! Das ist ganz einfach: Wenn jemand ein Geschäft hat, muss das bekannt gemacht werden, damit Leute dort kaufen. Du kennst das ja aus der Werbung. Diese Werbung braucht immer eine Art Plan, nach dem man vorgeht, um damit erfolgreich zu sein. Und diesen Plan nennt man “Kommunikationskonzept”. Ich mache also diese Konzepte und schreibe außerdem Kundentexte für Websites / Flyer / Broschüren und alles, was man sich sonst noch so in Sachen “Kommunikation/Werbung” vorstellen kann.

Kurz gesagt: ich mache “was mit Ideen”. Die braucht man nämlich immer. Besonders, wenn man etwas für einen Kunden oder für sich selbst erfindet oder gestaltet oder sich Gedanken machen muss, was man die Welt als nächstes über sich und sein Geschäft wissen lassen möchte (oder was man einem Kunden anbietet, um damit Geld zu verdienen). Und da es sich immer lohnt, sich mit jemandem, der “was mit Ideen” macht, auszutauschen, weil man dadurch immer andere Ideen bekommt, lohnt es sich auch immer, mich anzufragen. Und sei es nur, weil man die eigenen Ideen auf den Prüfstand stellen möchte oder noch ein paar andere Ideen aus ‘nem anderen Kopf braucht.

Aber wir waren ja beim Buchen und wie das geht. Also: Nehmen wir einfach mal an, Du brauchst mich (wir haben ja gelernt, dass es niemanden gibt, der das nicht tut). Also schreibst Du mir eine Mail oder rufst mich an und sag mir, was Du so machst und wofür Du mich brauchst. Und wenn Du noch nicht weißt, wofür Du mich brauchst, sag ich’s Dir. Ernsthaft. Mir fällt da immer was ein, was in Deinem speziellen Fall Sinn macht. Denn wie ich bereits sagte: Ich mach “was mit Ideen”. Wäre dann ja blöd, wenn ich keine hätte, oder? Und wenn Dir dann gefällt, was ich sage, komm ich Dich besuchen. Oder wir treffen uns. So oder so: Es gibt was zu essen, denn: Ich geb dann einen aus. Und wir reden drüber, wie wir’s umsetzen. Wie’s dann genau weitergeht, klären wir gemeinsam.

“Jetzt aber mal im Ernst: Das ist doch bestimmt sau teuer und bringt mich auch nicht weiter. Ja, klar. Ideen. Blabla. Aber Du machst das doch bestimmt nicht für lau, oder?” (würde das ein Vorschüler fragen, würde ich mich wundern – interessant für Dich ist es natürlich trotzdem, sofern Du das mit dem Buchen in Erwägung ziehst…)

Umsonst mache ich das nicht, richtig. Und kostenlos auch nicht. Denn was nix kostet, ist nix. Und, um es mit dem englischen Unternehmer Henry Royce zu sagen: “Qualität besteht, wenn der Preis längst vergessen ist.” Im Prinzip heißt das: Ist meine Arbeit gut, wird Dein Produkt dadurch definitiv besser. Somit ist es nur logisch, dass sich ein besseres Produkt besser verkauft und etwas mehr kosten darf. Und da hast Du dann auch einen direkten Zusammenhang mit meiner Arbeit und Deinem eigenen Gewinn. Mehr noch: Ich bin genau so wie Du daran interessiert, dass es richtig gut wird, damit wir beide mehr davon haben. Trotzdem ist meine Arbeit absolut bezahlbar. Wie viel dann nötig ist, machen wir gemeinsam an Projekt und Aufgabenstellung fest.

“Klingt fair. Aber mir ist das noch zu wage mit diesem Ideen-Ding. Kann ich Dich eigentlich auch einfach nur mal kennenlernen, damit Du mir das, was Du machst so vermittelst, dass ich mir nicht wie ein Vorschüler vorkomme?”

Sehr gerne! Ich bin froh, dass Du es überhaupt bis hier her zu lesen geschafft hast – vielen Dank dafür! Und natürlich kannst Du mich kennenlernen. Ich bin immer auf der Suche nach interessanten Menschen und guten Produkten. Und wenn es dann wirklich ernst wird und ein Auftrag zustande kommt, sind Seriosität und Zuverlässigkeit eine Selbstverständlichkeit; ich mache meinen Job, weil er mir Spaß macht, aber sicherlich nicht (nur) zum Spaß. Letztlich sind Ideen und Kreativität ein Geschäft und kein Kindergeburtstag; und Zuverlässigkeit ist kein Brettspiel, sondern oberstes Gebot.

So. Genug erzählt – jetzt wird gemacht. Und um es Dir leichter zu machen, geht’s hier zu meinem Website-Provisorium (wie gesagt: bald fertig!) und hier zu meinem XING-Profil. Auf beiden Seiten gibt’s meine Kontaktdaten alle im Überblick. Also: bis gleich!

Komma, | nicht | Punkt. ist Kunst. Das sieht auch Armin so.

Freunde,

ich bin stolz. Und demütig. Und gleichzeitig dermaßen aufgeregt, dass ich platzen könnte. Denn was am letzten Freitag passiert ist, ist mir noch NIE passiert und haut mich schlichtweg um. Dass ich erst heute mit der Sprache raus rücke, hat einen besonderen Hintergrund – ich wollte nicht vorgreifen und entsprechend zuerst mal um Erlaubnis fragen. Für mich hat das mit Respekt gegenüber dem Künstler zu tun, was Ihr sicherlich versteht. Aber erst mal dazu, was passiert ist:

Letzten Freitag las ich folgenden Tweet in meiner Timeline: “Ich brauche dringend ein Motiv. Am liebsten gleich zwei.”. Geschrieben wurde dieser Tweet von Armin Rohr, seines Zeichens freier Künstler aus Saarbrücken mit Lehrauftrag an der Hochschule für bildende Künste und, wenn ich das so sagen darf, sehr aufgeschlossener und sympathischer Mensch. Ich durfte Armin bereits letztes Jahr kennenlernen und bin seit dem nicht nur bei Twitter “Fan” von ihm und seiner Arbeit. Der Kontakt in der Timeline las sich dann folgendermaßen:

Auf die Frage nach seiner Mailadresse und einer Richtung für etwaige Inspiration via Direktnachricht erwiderte er nur noch, dass er eigentlich eh auf dem Sprung ist und ging kurz auf unser bevorstehendes Treffen ein – ich werde ihn am morgigen Dienstag wieder in seinem Atelier besuchen. Von Mailadresse oder einer Inspirationsmöglichkeit keine Spur. Ich schob es auf die fehlende Zeit und machte mir nicht mehr wirklich viele Gedanken darüber. Zumindest nicht, bis ich eine Mail von ihm mit dem Betreff “Motiv” in meinem Postfach hatte. Was ich dann dort sah, titulierte er mit “ner kurzen Fingerübung vor Feierabend”, machte mich aber auf Anhieb sprachlos: Er nahm mein Avatar-Bild bei Twitter als Motivvorlage und transformierte es auf seine ganz spezielle Art in ein Stück Kunst, welches nicht nur für mich als Quelle etwas wunderbares ist. Nachdem er dieses Stück Kunst jetzt auch auf seinem Blog veröffentlicht hat, möchte ich Euch nicht länger auf die Folter spannen und endlich zeigen, warum ich so aufgeregt bin:

Ohne Titel („Ben Bensen gewidmet“), 2012 Aquarell auf Aquarellpapier, 34 x 24 cm

Dass ich an dieser Stelle nicht mehr viel sagen möchte, werdet Ihr sicherlich verstehen – das Bild spricht für sich. Nur so viel: Dankbarkeit, ein wenig euphorischer Stolz, Demut vor der Leistung und gleichzeitig der Wunsch, Armin und seine Kunst mehr repräsentiert zu sehen, sind nur ein paar der Gefühle und Gedanken, die mir so durch den Kopf gingen.

Natürlich hat Armin als Künstler weitaus mehr zu zeigen als diese “Fingerübung”, wie er es nannte. Dieses “mehr” findet Ihr sowohl auf seiner Internetseite, als auch auf seinem Blog und seinen Gedanken bei Twitter. Also los: zeigt ihm etwas Liebe (oder wie die Twitterer sagen: “ÖPVE”) und lernt seine Kunst so kennen und schätzen, wie ich es bereits durfte!

Danke, Armin!

Von Wald, Bäumen und der Wissenschaft von Dingen…

Herrschaften,

egal, was man tut: man sollte es so gut wie möglich tun. Wer den Überblick darüber verliert, was “gut” ist und was nicht und sich davon verunsichern lässt, wird nie zu einem Ergebnis kommen. Und das schreibe ich nicht, weil ich Oberlehrerhaft die Fehler anderer aufzeige, sondern weil ich mir diesen Schuh erst kürzlich anziehen musste.

Ein Exkurs zur Erklärung: Eine der wichtigsten Dinge, an denen ich neben dem Daily Business gerade arbeite (und das eigentlich schon seit ‘ner halben Ewigkeit, wie die treuen Leser meines Blogs wissen), ist meine Website. Eigentlich kein großes Ding: Kommunikationskonzept erstellen, einen kompetenten und passenden Partner suchen (und in André finden – danke dafür!), Inhalte und Design festlegen, umsetzen, fertig. Bei den Sachen, die man für sich selbst macht, ist das allerdings ungleich schwieriger (was ich auch meinen Kunden immer wieder vermittle – das ist ja der Grund, warum mich jeder buchen sollte). Man verliert eben aufgrund seiner Vielseitigkeit erst mal den Fokus dafür, was wichtig ist. So auch hier.

Offen gesagt: Es gehört schon ne ordentliche, winterlich verpackte Portion Eier dazu, zu sagen, dass man da gerade kurz davor war, das Ding an die Wand zu fahren und somit einen offensichtlichen Fehler zu begehen. Entweder, Ihr kennt diese Situation und könnt das deshalb gut nachvollziehen oder Ihr hattet das Glück, bislang immer die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben (in beiden Fällen bitte ich um Kontakt via Twitter zwecks Erfahrungsaustausch). Gut, wenn man sich in dieser Zeit auf sich verlassen kann. Und das konnte und kann ich. So bald man nämlich mal begriffen hat, woran es gerade hängt, flutscht die Arbeit wieder. Aber bis es mal so weit ist, gehören dazu Blut, Schweiß und Tränen, weil dort hinkommen nämlich eine Scheiß-Arbeit ist. Ist man dann erst mal da, gewinnt man nicht nur die Sicherheit zurück, sondern freut sich sehr auf das Ergebnis. Ich muss nicht sagen, wie erfüllend dieses Gefühl ist, oder? Wie dem auch sei: wenn man etwas besonders gut machen will, muss eben alles stimmen. Und das tut es jetzt. Der Text ist fest, das Konzept wasserdicht und vor allem konsequent (!) und die Arbeit an der Optik fängt gerade an. Kurz: Es. wird. großartig.

Was ich mit dieser meiner Situation eigentlich erklären wollte: Man tendiert sehr oft dazu, aus allem eine Wissenschaft zu machen – besonders, wenn man möchte, dass etwas richtig gut wird. Dass man sich damit allerdings selbst im Weg steht, wird dem einen oder anderen leider erst recht spät bewusst. Das Einzige, was dann hilft, ist Abstand und der Wechsel der Perspektive. Wenn Ihr also irgendwann mal auf nicht asphaltiertem Boden steht und in der 360°-Ansicht um Euch herum mehr als neun Bäume seht, steht ihr im Wald. Und entweder, Ihr seid dann gerne dort, setzt Euch auf ‘nen Baumstumpf und schnauft mal durch, oder Ihr versucht, dort wieder rauszukommen. Beides hilft.

Ab JETZT dürft Ihr übrigens auch ganz gespannt sein, wie das Ding aussieht. Wer mich kennt, wird wissen, dass “Rock ‘n Roll” nicht nur Pflicht, sondern vor allem Thema sein wird. Sowohl privat, als auch beruflich. Und wer jetzt denkt, dass Rock ‘n Roll nicht zu Kommunikationskonzepten und Produkttexten passt: Challenge accepted!

Eddie and Pete

My Generation(s)

“es leicht haben” vs. “es sich leicht machen”…

Freunde,

wer sagt einem eigentlich, was “leicht” ist und was nicht? Ist Euch schon mal aufgefallen, dass die leichtesten Dinge immer die Dinge sind, die am meisten Arbeit machen? Und habt Ihr Euch schon mal gefragt, warum das so ist?

“Alles ist schwierig, bevor es leicht wird.”, sagte der persische Dichter Moslik Saadi. Und Recht hat er. Andererseits ist “schwierig” auch immer Definitionssache. Schaut man sich beispielsweise in einem vollständig themenfremden Interessensbereich um, stößt man sehr schnell an seine eigenen Grenzen. Man muss sich erst “einarbeiten”, “einlesen” und eben Erfahrungen machen. Anders verhält es sich bei den Dingen, die einen interessieren oder eh leicht von der Hand gehen: man kennt sich damit aus, hat es schon oft getan oder man findet sich schnell zurecht. Und wenn man das alles mal reflektiert, merkt man, dass “Übung macht den Meister” und das Zitat Saadi’s im Prinzip das Gleiche sind.

Bei all dieser Klarheit stellt sich dennoch die Frage: Warum macht man sich eigentlich Gedanken darum, was leicht ist und was nicht? Warum relativiert man die eigene Situation, statt sie als gegeben anzusehen und sie ausschließlich als einen Wegpunkt zum selbst gesteckten Ziel zu sehen? Diejenigen, die sich vermeintlich naiv, bzw. unbeirrt und geradlinig ihrem Ziel nähern, haben es nämlich im Prinzip nicht leichter als andere; jedoch machen sie es sich – bewusst oder unbewusst – leicht. Oder besser noch: sie “nehmen es leicht”. Das unterscheidet sie von den meisten. Und daran ist nichts auszusetzen, sofern sie das Ziel (Achtung: Moralapostel-Zusatz!) nicht rücksichtslos und egozentrisch verfolgen.

“Augen auf und hingeschaut!” ist unbestritten immer deutlich schwerer als “Augen zu und durch”. Und mit diesem Kalenderspruch zahle ich zum dritten Mal ins Phrasenschwein und beschließe meine Gedanken zum Thema. Klar könnte ich jetzt noch seitenlang darüber philosophieren, aber will nicht. Jetzt werft mir aber mal nicht vor, ich würde es mir leicht machen. :)

Der Kosten und Wert von kreativer Arbeit.

Herrschaften,

Als Kreativwirtschafter (wie ich mich ja als Konzepter, Texter und kommunikativer Endgegner jetzt nennen darf) wird man also immer wieder vor die Aufgabe gestellt, jemandem, der mit Kreativität nicht nur scherzhaft “die Werbung aus dem Fernsehen” verbindet, zu erklären, was man eigentlich so beruflich macht. Da man kein vermeintlicher Handwerker ist, der etwas baut, was man anfassen kann (die einfachste Form direkt messbarer Veränderung), ist die Argumentation allerdings nicht sonderlich einfach. Und selbst, wenn man die Argumentation mit “Ich kann was, was Du nicht kannst, aber dringend brauchst!” erfolgreich durchgeführt hat, hat man noch lange nicht darüber gesprochen, welchen Wert das “was ich kann und er dringend braucht” nun hat. Darum möchte ich im Folgenden aus meiner Sicht schildern, welchen eigentlichen Gegenwert Kreativität darstellen kann.

Kreativität ist mittlerweile allgegenwärtig. Als kommunikativer und offener Mensch ist man nicht selten erschlagen darüber, wie viel kreative Köpfe es da draußen so gibt. Besonders im Web 2.0 scheint man an jeder Ecke irgend einen vermeintlich kreativen Menschen zu treffen, mit dem man diverse gemeinsame Interessen hat (was natürlich auch schon vor dem “Web 2.0″ so war, denn zusammengeschlossen und kommuniziert hat man schon immer). Im Prinzip geht es also immer um mitunter kreativen Interessenaustausch, egal ob nun aus privater oder geschäftlicher Sicht. Und dass Medien wie das Internet diesen Austausch beschleunigen und vereinfachen, ist sowohl Segen als auch Fluch (was an dieser Stelle allerdings nicht näher erläutert soll).

Da steht man also: Vor einem Medium voll mit einem schier unerschöpflichem Gut namens Kreativität. Dieses Gut ist mittlerweile so allgegenwärtig, dass leider viele Menschen glauben, sie wäre ja ganz einfach zu bekommen und deshalb kostenlos. Ist es aber beides nicht. Kreativität kostet Kraft und Energie, ist alles andere als einfach und bedarf etwas, was man genau so wie Muskelkraft trainieren muss. Die talentierten Kreativen sind nicht selten hoch intelligente Menschen, die auf ihrem kreativen Gebiet besonders gut sind und deshalb einen entsprechenden Status innerhalb einer Gesellschaft genießen; ich rede von Künstlern unterschiedlichster Genres, die durch ihre Einzigartigkeit einen wirklichen Unterschied für die Menschheit machen.

Wenn man so will, ist Kreativität somit etwas individuelles, ureigenes und fast schon genetisch vorausgesetztes und obliegt jedem Menschen auf seine ganz eigene, individuelle Weise. Man stelle sich ein neugeborenes Kind vor, dessen Gehirn durch neue Eindrücke ständig Neuronen verknüpft, um daraus einen Lerneffekt zu generieren (im Prinzip entsteht also ein Netzwerk von Eindrücken, welches man dann “Erfahrungen” nennen mag). Ähnlich sehe ich es mit der Kreativität eines Menschen: Man erhält neue Eindrücke, verbindet diese mit alten Erfahrungen und schafft so neue Denkweisen, die in dieser Form so noch nicht stattgefunden haben. DAS ist Kreativität. Zumindest für mich. Und das kann nicht jeder. Denn jeder wächst anders auf, hat andere Interessen, andere Ziele und vor allem: andere Einflüsse innerhalb seiner sozialen Kreise. Irgendwas kann jeder. Aber nicht jeder ist kreativ. Im kommunikativen Sinne bedeutet das beispielsweise: Jeder möchte sich verständigen, aber nicht jeder kann kommunizieren (auch, wenn viele das von sich behaupten).

Wenn es jetzt um den Wert dieser Kreativität geht, wird’s wieder kryptisch. Denn “Wert” ist für die meisten Menschen etwas messbares. Aber kann man Kreativität messen? Und falls ja: welche Skala setzt man an? Was ist der wirkliche Gegenwert für erbrachte Kreativleistung? Um es kurz zu machen: Kreativität ist, was man braucht, um eine Aufgabenstellung zu bewältigen, die in dieser Form noch nicht vorhanden oder definiert ist. Und wenn eine Aufgabenstellung erfolgreich abgeschlossen wurde, ist das genau so vergleichbar wie die Arbeit eines Handwerkers, gemessen an Qualität des Ergebnisses und benötigter Zeit für die Umsetzung. Wirklich hochwertige Qualität ist nämlich selten Ergebnis einer schnellen Arbeit und schnelle Arbeitsergebnisse sind selten qualitativ hochwertig.

Abschließend möchte ich an dieser Stelle etwas loswerden: Im Prinzip kommt es darauf an, wie sehr man als unkreativer Auftraggeber dem kreativem Auftragnehmer vertraut. Vertrauen ist auch keine Frage von Geschwindigkeit, sondern muss nach und nach aufgebaut werden. Richtig gute Arbeit entsteht also nur, wenn man die richtigen Talente für die entsprechenden Aufgaben zur Rate zieht. Und dann zählt eh nur noch Fairness und Wohlwollen. Runter gebrochen bedeutet das: konzentriert Euch endlich wieder darauf, dass Ihr mit Menschen zusammenarbeitet, die die gleichen Bedürfnisse und Wünsche haben wir Ihr selbst. Und fragt Euch mal: Was würde ich an seiner Stelle dafür verlangen, wenn ich davon leben muss? Wer dann immer noch “Kreativität ist doch kostenlos” schreit, hat etwas nicht verstanden… :)