Herrschaften,
egal, was man tut: man sollte es so gut wie möglich tun. Wer den Überblick darüber verliert, was “gut” ist und was nicht und sich davon verunsichern lässt, wird nie zu einem Ergebnis kommen. Und das schreibe ich nicht, weil ich Oberlehrerhaft die Fehler anderer aufzeige, sondern weil ich mir diesen Schuh erst kürzlich anziehen musste.
Ein Exkurs zur Erklärung: Eine der wichtigsten Dinge, an denen ich neben dem Daily Business gerade arbeite (und das eigentlich schon seit ‘ner halben Ewigkeit, wie die treuen Leser meines Blogs wissen), ist meine Website. Eigentlich kein großes Ding: Kommunikationskonzept erstellen, einen kompetenten und passenden Partner suchen (und in André finden – danke dafür!), Inhalte und Design festlegen, umsetzen, fertig. Bei den Sachen, die man für sich selbst macht, ist das allerdings ungleich schwieriger (was ich auch meinen Kunden immer wieder vermittle – das ist ja der Grund, warum mich jeder buchen sollte). Man verliert eben aufgrund seiner Vielseitigkeit erst mal den Fokus dafür, was wichtig ist. So auch hier.
Offen gesagt: Es gehört schon ne ordentliche, winterlich verpackte Portion Eier dazu, zu sagen, dass man da gerade kurz davor war, das Ding an die Wand zu fahren und somit einen offensichtlichen Fehler zu begehen. Entweder, Ihr kennt diese Situation und könnt das deshalb gut nachvollziehen oder Ihr hattet das Glück, bislang immer die richtigen Entscheidungen getroffen zu haben (in beiden Fällen bitte ich um Kontakt via Twitter zwecks Erfahrungsaustausch). Gut, wenn man sich in dieser Zeit auf sich verlassen kann. Und das konnte und kann ich. So bald man nämlich mal begriffen hat, woran es gerade hängt, flutscht die Arbeit wieder. Aber bis es mal so weit ist, gehören dazu Blut, Schweiß und Tränen, weil dort hinkommen nämlich eine Scheiß-Arbeit ist. Ist man dann erst mal da, gewinnt man nicht nur die Sicherheit zurück, sondern freut sich sehr auf das Ergebnis. Ich muss nicht sagen, wie erfüllend dieses Gefühl ist, oder? Wie dem auch sei: wenn man etwas besonders gut machen will, muss eben alles stimmen. Und das tut es jetzt. Der Text ist fest, das Konzept wasserdicht und vor allem konsequent (!) und die Arbeit an der Optik fängt gerade an. Kurz: Es. wird. großartig.
Was ich mit dieser meiner Situation eigentlich erklären wollte: Man tendiert sehr oft dazu, aus allem eine Wissenschaft zu machen – besonders, wenn man möchte, dass etwas richtig gut wird. Dass man sich damit allerdings selbst im Weg steht, wird dem einen oder anderen leider erst recht spät bewusst. Das Einzige, was dann hilft, ist Abstand und der Wechsel der Perspektive. Wenn Ihr also irgendwann mal auf nicht asphaltiertem Boden steht und in der 360°-Ansicht um Euch herum mehr als neun Bäume seht, steht ihr im Wald. Und entweder, Ihr seid dann gerne dort, setzt Euch auf ‘nen Baumstumpf und schnauft mal durch, oder Ihr versucht, dort wieder rauszukommen. Beides hilft.
Ab JETZT dürft Ihr übrigens auch ganz gespannt sein, wie das Ding aussieht. Wer mich kennt, wird wissen, dass “Rock ‘n Roll” nicht nur Pflicht, sondern vor allem Thema sein wird. Sowohl privat, als auch beruflich. Und wer jetzt denkt, dass Rock ‘n Roll nicht zu Kommunikationskonzepten und Produkttexten passt: Challenge accepted!
